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"Bereits zu ihrer Entstehungszeit standen Werksiedlungen in zwiespältigem Ruf. Sozialreformer begrüßten sie wegen der erkennbar höheren Lebensqualität für ihre Bewohner. diese Ansprüche wurden auch von den damaligen Arbeiterwohnbau- und genossenschaftsbewegungen mitgetragen. Die politische Arbeiterbewegung hingegen verurteilte Werksiedlungen entschieden deren Kritik richtete sich vor allem gegen die erklärte Absicht einer entpolitisierung der Belegschaft und deren Bindung an die Firmen, die über eine nahezu totale kontrolle aller lebensbereiche der bewohner, einschließlich des Freizeitbereichs, verfügten."
Das Buch von Wolfgang Kil mit Fotos von Gerhard Zwickert Bestandteil eines Ausstellungsprojektes der Internationalen Bauausstellung IBA Fürst-Pückler-Land 2003/04 ist eine Zeitreise durch die Geschichte der Werksiedlungen in der Lausitz, die im Zuge der Industrialisierung im späten 19. Jahrhundert erbaut wurden. Mit der Stillegung der Zechen und Bergbaubetriebe in der Region zum Ende des 20. Jahrhundert beginnen die "deindutrialisierten Regionen sich wider zu entleeren". Dies Siedlungen verfallen, nur einnige, die einst am großzügigsten geplanten Gartenstädte wurden saniert und haben Chancen als Wohnform weiterhin attraktiv zu bleiben. Das Buch erinnert daran, dass die Werksiedlung neben der Mietskaserne (Gründerzeithäuser z.B. in Prenzlauer Berg/Berlin) die zweite klassische Wohnform des aussterbenden Insutriezeitalters ist. |
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| Die Grafiken stellen die Anordung der Gebäude der Werksiedlung dar. |